FDP Wesel

- Freiheit Innovation Zukunft

Betuwe-Linie Planfeststellungsabschnitt 2.2 (Wesel)

Hohe wirtschaftliche Bedeutung für DB und EU

Die Ausbaustrecke mit Planfeststellungsabschnitt 2.2 (Wesel)
Die Ausbaustrecke mit Planfeststellungsabschnitt 2.2 (Wesel)
Die Investitionen vor allem in Sicherheit und Lärmschutz bleiben hinter den Forderungen von Kommunalpolitik und Anwohnern zurück. So rechnet die Bahn immer noch mit dem Schienenbonus – Glättung der Schienenoberflächen mit Schleifzug - , was höhere Lärmwerte (5 dB(A) gemäß 16. BImSchV) zulässt. In der Bundestagsdrucksache 17/10771 der Fraktionen von CDU/CSU und FDP vom 25.09.2012 – Gesetzentwurf zur Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes - heißt es hierzu u.a., der Schienenbonus sei weder sachgerecht noch zeitgemäß. Dennoch operiert die Bahn auf der Strecke Emmerich-Wesel-Oberhausen mit diesem Schienenbonus.

Bahnübergang Holzstraße wird durch eine Eisenbahnüberführung für Fussgänger und Radfahrer ersetzt
Bahnübergang Holzstraße wird durch eine Eisenbahnüberführung für Fussgänger und Radfahrer ersetzt
Wesentlich für die Bahn ist, dass alle Maßnahmen in einem wirtschaftlichen Verhältnis zum Nutzen stehen (Broschüre Schallschutz, S. 17). Daher sorgt die Bahn in Wesel auch nicht für ein Optimum an Lärm- und Sicherheitsschutz. Das Sicherheitskonzept der Feuerwehren wird ja nur widerwillig zur Kenntnis genommen. Für die Sicherheit sind allerdings die NRW-Minister Ralf Jäger (Innen) und Michael Groschek (Verkehr) verantwortlich.

Schallschutzwände erreichen in Wesel bis zu fünf Meter und entsprechen nicht dem neuesten Stand der Technik. Im Bereich Feldmark wird eine Mittelschutzwand eingesetzt. Nur das neue Gleis wird in verschiedenen Abschnitten mit einem speziellen Schottertrog ausgestattet, der die Erschütterungen verhindern soll. Bei den Bestandsgleisen bleibt alles beim Istzustand. Das ist absolut unzureichend.

Die Rampe am Bahnhof Wesel wird wegen eines zusätzlichen Gleises ersetzt
Die Rampe am Bahnhof Wesel wird wegen eines zusätzlichen Gleises ersetzt
Dass die Rampe für den Zugang zum Bahnsteig verlegt wird, bleibt am Rande zu erwähnen. Es deutet nur auf die mangelnde Kommunikation der Bahngesellschaften hin. Die Stadt hat schon gleich nach Bekanntwerden auf Schadensersatzforderungen hingewiesen.

Politik, Verwaltung und Bürgerinitiative müssen vor dem bevorstehenden Planfeststellungsverfahren – voraussichtlich ab Januar 2012 – die Menschen noch einmal informieren und auf die Einspruchsmöglichkeiten als notwendige Voraussetzung für positive Veränderungen beim Lärm- und Sicherheitsschutz hinweisen.


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