Presse vom 25.03.2008:

Logistik-Standort Wesel - Häfen

In ihrem Artikel vom 18.03.2008 führt Kreiskämmerer Peter Giessen aus, das der Rhein-Lippe-Hafen für Container-Umschlag nicht geeignet sei, während im Hafen Emmelsum durchaus an ein zweites Hafenbecken gedacht ist. Herrn Giessen fehlt es offenkundig eindeutig an Logistikkompetenz, weil er in seiner Beurteilung die Zukunft nicht im Blick hat. Fakt ist: der Rhein-Lippe-Hafen wurde bisher stiefmütterlich behandelt und wird es weiterhin, weil der Kreis die Entwicklung eher hemmt als fördert.  Planungsrecht wird erst jetzt geschaffen. Hier hätte die Bezirksregierung, aber auch die Stadt,  lange handeln können. Daher ist es folgerichtig, wenn die FDP jetzt einen privaten Partner beteiligen will, der die Häfen konsequent und mit Sachverstand entwickelt. Allein die Zahlen der Kapazitätsverdoppelung im Hafen Rotterdam mit millionenschweren Investitionen verdeutlicht, wo es langgeht. Dies wird nicht nur die Betuwe-Linie belasten. Dies ist eine Chance für die Region Wesel. Ein Gleisanschluß zum Rhein-Lippe-Hafen wurde bereits in der Rhein-Lippe-Hafen Gesellschaft vor mehreren Monaten erörtert. Es ist Zeit, dass kompetente Menschen das Heft des Handelns in die Hand nehmen. Kreis und Kommunen sind überfordert.  Auch die EAW, die sich auch immer selbst mit Lorbeer bekränzt,  wenn es um das Aufzeigen von eigenen Aktivitäten zur Entwicklung der Region und der Häfen geht, kommt allerdings über das Verteilen von Hochglanzprospekten nicht hinaus.

Friedrich Eifert
(FDP-Fraktionsvors. im Rat der Stadt Wesel)
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